Eine Produktion, von der ersten Idee bis zur Kritik am nächsten Morgen
Zwei Jahre bevor sich der Vorhang hebt, entscheidet jemand, dass dieser Abend stattfindet. Alles, was das Publikum später sieht – die Stimme, das Licht, die Sekunde Stille vor dem Applaus –, ist die Ausführung dieser Entscheidung und der einigen hundert, die ihr gefolgt sind.
Über das Wie einer Produktion gibt es Fachliteratur in Regalmetern, und das meiste davon klingt, als sei ein Projekt eine Rechenaufgabe mit Terminen. Der Opernbetrieb weiß es besser. Dort ist jede Premiere ein einmaliges Vorhaben mit festem Datum, begrenztem Geld und Beteiligten, die alle recht haben – und trotzdem steht der Abend. Nicht, weil jemand die Methode beherrscht, sondern weil jemand die Reihenfolge kennt.
Dieser Strang erzählt diese Reihenfolge entlang einer einzigen Produktion: wie der Entschluss fällt, wie aus dem Willen eine Partitur wird, was in den Proben wirklich entschieden wird, was während der Vorstellung noch zu steuern ist und was am Morgen danach davon bleibt.
Jeder Text nimmt sich dabei einen Satz vor, den man in Projekten ständig hört und selten prüft. Am Ende steht der Satz anders da als am Anfang.
Die fünf Akte
Zwischen Paukenschlag und Gänsehaut
Ouvertüre: Charter
Wenn der Kronleuchter fällt
Risiko- und Problemmanagement
Fünf Akte, ein Ballett und die letzte Bahn
Scope Management
Der Sack kam pünktlich
Gesamtplan